Kurzgeschichte des Coachings:

Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten professionellen Sport-Trainer auch Coach genannt. Zu finden war dieser Begriff sowohl im Mannschaftssport (z.B. Baseball, Football...), wie auch im Einzelsport (z.B. Tennis, Golf).

Ursprünglich war der Coach hier eine Person, die einpaukt, trainiert, der Tipps und Anweisungen gibt.

Etwa in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts stellte man insbesondere im Tennis und Golf fest, dass reine Technik nicht alleine für den Erfolg eines Sportlers verantwortlich ist. Vielmehr ist insbesondere in Wettkämpfen die mentale Fitness für den Erfolg mindestens ebenso wichtig. So etablierte sich der Coach als fachlicher wie mentaler Betreuer.

Ende der 60er Jahre brachte Tim Gallway aus dieser Erkenntnis eine ganz neue Form des Trainings (Coachings) hervor. Er nannte dies „the inner game“ (das innere Spiel) (Inner Game of Tennis, Inner Game of Golf und Inner Game of Skiing). Ein wichtiger Ausspruch von ihm war: „Der Gegner im eigenen Kopf ist viel schlimmer als der Gegner auf der anderen Seite des Netzes.“ Und er sagt weiter: “...dass bei einem Spieler, ohne dass der Coach sich um die Technik kümmern müsste, ein unerwartetes Talent zum Vorschein kommen wird, wenn der Coach ihm helfen kann, die internen, seiner Leistung im Wege stehenden Hindernisse abzubauen oder zu verringern.“ Diese Gedanken sind für uns die Basis für unser Verständnis des Coaching.

Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre fand die Coachingarbeit nach Gallway ihren Weg vom Sport in die Vorstandsetagen der amerikanischen Unternehmen. Erst Ende der 80er Jahre begann sich Coaching auch zur Lösung der persönlichen Herausforderungen zu etablieren.Seit der Einführung des Coachings in Wirtschaft und in den privaten Bereich gibt es jedoch über Art und Weise des Coachings sehr unterschiedliche Meinungen. Dies hat sich - seitdem Coaching ein Trend wurde (Ende der 90er) - weiter verstärkt. Als Modewort wird der Begriff Coaching derzeit fast in jedem Bereich von Weiterbildung eingesetzt.

Daher ist es so wichtig, zu klären, was Coach und Klient unter Coaching verstehen, was der Klient sich von Coaching erhofft und in wie weit der Klient bereit ist, sich „zu bewegen“.